Es war mal wieder so weit. Am vergangenen Sonntag stieg, auf dem Flugplatz in Gelnhausen, das Drachenfest des örtlichen Aero Clubs. An diesem Tag ruhte der Flugbetrieb und die große grüne Wiese war für Drachen reserviert. Der Drachenclub Aiolos war, wie schon im vergangenen Jahr, mit einer ansehnlichen Crew vertreten. Ich selber fuhr mit ein paar gemischten Gefühlen nach Gelnhausen. Meine Gedanken gingen den ganzen Tag zwölf Monate zurück. War der Termin im vergangenen Jahr zum einen das erste mal das mit dem Drachenclub Aiolos unterwegs war und ich in Gelnhausen den Entschluss fasste Mitglied zu werden. Andererseits war es einer der letzten Events die ich mit meiner damaligen, langjährigen Lebensgefährtin besuchte.

[simage=1199,144,n,right,]Ein verschlafener Blick aus dem Fenster versprach einen wunderschönen Herbsttag. Die Sonne ließ sich schon am frühen Sonntag Morgen blicken. Ein weiterer Blick auf diverse Wind.- u. Wettervorhersagen bestätigten diesen Eindruck.Bedingt durch die Lage und Größe des Geländes in Gelnhausen waren auch verhältnismäßig gute Windverhältnisse zu erwarten. Es hieß also früh aufstehen, die Drachentaschen und diverse Getränke eingepackt und ab nach Gelnhausen.

Der Flugplatz empfing uns mit Sonnenschein, einem klarem Himmel und so gut wie keinem Wind. Es galt also zunächst einen guten Platz zu finden, Pavillons, Banner und Fahnen aufbauen und schließlich die ersten Drachen in die Luft bringen. [sthumbs=1201|1205|1214,144,max,n,center,]

[simage=1202,144,n,right,]Der Wind um 09:45 Uhr ließ noch kein richtiges fliegen zu, also waren es zunächst, wieder einmal, synergetische Drachen die von als erstes in den Himmel gestellt wurden. Je weiter der Vormittag voran schritt, desto mehr Wind kam auf. Waren es zu Anfang die typischen Leichtwinddrachen wie OKD’s, Pfeilenten, Roller u.ä. [sthumbs=1220|1219|1213,144,3,n,center,]

kamen mit jedem Meter mehr Wind, weitere Drachenmodelle aus den Taschen. Flowforms, Sleds, Flächen und Kastendrachen vieles was die Taschen hergaben wurde aufgebaut und gen Himmel gesandt. Gegen Mittag war der Himmel über dem Flugplatz gefüllt mit Drachen aller Art.

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Ein kleiner Wermutstropfen war vielleicht, dass die Anzahl der Drachenflieger, die das Ganze eher als Hobby ansehen, im Vergleich zum vergangenen Jahr ziemlich nachgelassen hat. Somit waren es Kinderdrachen und Kleindrachen die irgendwann in der Mehrzahl den Himmel bevölkerten. [simage=1274,144,n,right,]Ebenso fehlte ein wenig Moderation und/oder Entertainment rund um das Fest. Das soll keine Kritik am Veranstalter sein, dieser stellt mit seinem Fluggelände ein wirklich schönes Flugrevier zur Verfügung und das Fest soll im Grunde Familien und Kinder auf den Flugplatz locken. Egal wie man es nimmt. Das Rezept ging wieder einmal auf. Parkplatz, Restaurant und Flugwiese waren den ganzen Tag gut gefüllt.

Trotzdem es auf Wiese und Himmel langsam eng wurde und man immer öfter darauf achten musste über keine Leine zu stolpern kamen gegen Mittag auch die Grossdrachen zu ihrem Recht. Den Anfang machten Detlev und Klaus. Es waren deren Spiderbols die über die Wiese springen durften. YouTube Preview ImageIrgendwann gesellte sich Jan mit seiner Winterbol dazu. Das Zeichen war also gegeben. Was bedeutete, dass es nur eine Frage der Zeit sein konnte bis das Aiolos Maskottchen aus seinem Sack befreit werden würde.

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Gesagt getan. Einige Mitglieder packten an und kurze Zeit später erhob sich das Tierchen in seiner eleganten Art ab um die Besucher zu begeistern. Bedingt durch die aufgetretenen Winde konnte sich der Oktopus ohne Lifter in der Luft halten und vollführte dabei seine eleganten Bewegungen.

Am Nachmittag kam mit Larry und seiner 12 Meter Bol ein weiterer Großdrachen auf die Wiese. Es hieß also zusätzliche Bodenanker herausholen, Platz schaffen, Leinen auslegen und los ging es. Ein beeindruckender und unglaublich gut aussehender Drachen.

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[simage=1233,144,n,left,]Aiolos meinte es gut mit Aktiven und Besuchern. Über den gesamten Sonntag ließen Wind und Wetter die Drachenflieger nicht im Stich. Es kam zu guten Gesprächen auf und abseits der Wiese. Die Stimmung war dem entsprechend gut. Alle waren gut gelaunt und entspannt.

[simage=1269,144,n,right,]Zu meinem Leidwesen machte sich am Nachmittag der schon im Vorfeld nervende Grippevirus bemerkbar. Zur Belustigung aller war meine Stimme reichlich ruiniert. Heißgetränke, Salbei, Holunder nichts wollte helfen. Auch eine Stärkung aus der Suppenküche brachte keinerlei Linderung. Somit hieß es für mich viel zu früh nach Hause fahren.

Es war ein schöner Tag, ein schönes Fest und ich freue mich auf die kommende Ausgabe im Jahr 2012. Ich weiß ich werde wiederkommen…

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  2 Antworten zu “Drachenfest: Gelnhausen 2011”

  1. Moin Christian,
    ich hoffe es geht Dir besser!
    Das Drachenfest in Gelnhausen ist nicht das 23. (das war Rodgau)
    Ich glaube es war das 4.te.
    LG Jürgen

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